Was gehört auf eine Visitenkarte?

Weniger, als die meisten draufschreiben. Eine Visitenkarte hat eine Aufgabe: Nach dem Gespräch soll die andere Person wissen, wer Sie sind, und Sie erreichen können. Alles, was darüber hinausgeht, verdünnt diese Aufgabe.

Die Pflichtangaben

Name. Vor- und Nachname, ohne akademische Grade – es sei denn, der Titel ist in Ihrem Feld relevant (Ärzte, Anwälte, Berater mit Promotion).

Position. Kurz und verständlich. „Geschäftsführer“ sagt mehr als „Managing Director & Co-Founder“. Wenn Ihre Position erklärungsbedürftig ist, schreiben Sie, was Sie tun: „Beraterin für Nachfolgeregelung“.

Unternehmen. Name oder Logo, nicht beides in gleicher Größe. Das Logo trägt die Marke, der Name die Lesbarkeit.

Ein Kontaktweg, den Sie wirklich nutzen. Mobilnummer und E-Mail sind Standard. Eine Festnetznummer nur, wenn dort jemand abnimmt.

Die Kann-Angaben

Website. Sinnvoll, wenn die Seite den Kontakt weiterführt. Nicht sinnvoll, wenn dort seit 2019 nichts passiert ist.

Adresse. Für Kanzleien, Praxen, Läden und alle, die besucht werden: ja. Für Vertriebler im Außendienst: nein, die Adresse ist die Bahncard.

QR-Code. Praktisch, wenn er etwas Konkretes verlinkt – Terminbuchung, LinkedIn-Profil, digitale Kontaktdaten. Als Deko ohne Ziel wirkt er wie ein Feature, das jemand vergessen hat zu entfernen.

Was wegbleiben kann

  • Fax
  • Slogan, wenn er nicht sofort verständlich ist
  • Social-Media-Icons ohne Handle
  • Rückseite voll mit Leistungsübersicht
  • Zweite Sprache auf derselben Seite

Die Reihenfolge

Das Auge liest von oben links nach unten rechts. Was zuerst gesehen werden soll, steht oben: Name oder Logo. Dann Position. Dann Kontakt. Die Rückseite ist der Ort für Logo und Firmennamen – oder für nichts.

Zwei Seiten: Was wohin?

Vorderseite: Sie als Person. Name, Position, Kontakt. Rückseite: Das Unternehmen. Logo, Name, ggf. Website.

Diese Trennung funktioniert, weil beide Seiten für sich lesbar sind. Wer beidseitig graviert, bekommt zwei ruhige Seiten statt einer vollen.

Besonderheiten bei Metall-Visitenkarten

Bei Lasergravur auf schwarz eloxiertem Aluminium gelten drei Dinge, die bei Papier egal sind:

Einfarbig. Die Gravur ist silbern auf Schwarz. Farben, Verläufe und Fotos gibt es nicht. Das klingt nach Einschränkung, ist aber der Grund, warum die Karten so ruhig wirken.

Dünne Linien wirken. Auf Papier verschwinden Haarlinien im Druck. In Metall werden sie zu feinen silbernen Linien mit scharfer Kante. Rahmen, Trennlinien, ein Monogramm in einer Kreislinie – das sind die Elemente, die auf Metall am besten aussehen.

Große gefüllte Flächen vermeiden. Sie sind gravierbar, verlängern aber die Laserzeit und wirken schwerer als auf Papier. Ein fetter Schriftzug funktioniert als Akzent, nicht als Grundstil. Wer Größe will, nimmt eine leichte Schrift mit weiter Laufweite – groß im Auftritt, fein in der Fläche.

Mindestschriftgröße. Text unter 6 pt ist nach der Gravur nicht mehr sicher lesbar. Unser Editor lässt kleinere Größen nicht zu.

Sechs Vorlagen als Ausgangspunkt

Wer nicht bei null anfangen will, findet in unserem Editor sechs Layouts: Classic (Logo oben, Kontaktblock mit Icons), Bold (großer Nachname), Executive (Rahmen, Monogramm, Serife), Minimal (nur der Name, ultraleicht), Modern (Name vertikal an der Kante) und Signature (Name als Signatur). Alle sind frei anpassbar, alle sind auf wenig Gravurfläche ausgelegt.

Sie füllen Ihre Daten ein, sehen Vorder- und Rückseite live und geben das Design frei. Die Gravurdatei entsteht daraus automatisch.